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Proaktive Überwachung von Domain Controllern mit Zabbix – damit Ihr Active Directory stabil bleibt

24.12.25 | anyWARE News

Active Directory ist für die meisten Unternehmen das Rückgrat ihrer Windows-Infrastruktur. Benutzeranmeldung, Berechtigungen, Gruppenrichtlinien, DNS-Auflösung, Kerberos-Tickets, Druckdienste und oft auch Applikationszugriffe hängen direkt an den Domain Controllern. Solange alles funktioniert, nimmt man diese Server kaum wahr. Sobald aber einer der Domain Controller ausfällt, Replikationsprobleme auftreten oder der DNS-Dienst ins Straucheln gerät, merkt das gesamte Unternehmen sehr schnell, wie kritisch diese Systeme sind: Anmeldungen dauern plötzlich ewig, Freigaben sind nicht mehr erreichbar, Anwendungen melden kryptische Fehler, und im schlimmsten Fall steht ein kompletter Standort still.

Genau hier setzt unser Ansatz an. Wir möchten den Zustand von Domain Controllern nicht dem Zufall überlassen, sondern ihn kontinuierlich überwachen. Dazu setzen wir bei der anyWARE AG auf die Monitoring-Plattform Zabbix, ergänzt um eigene Skripte und Checks, die speziell auf Active Directory zugeschnitten sind. Unser Ziel ist es, Auffälligkeiten zu erkennen, bevor sie sich zu Störungen entwickeln – und im Fehlerfall so schnell wie möglich reagieren zu können.


Warum Domain Controller aktives Monitoring brauchen

Domain Controller sind nicht einfach „noch ein paar Server“. Sie sind der zentrale Vertrauensanker der ganzen Windows-Domäne. Wenn hier Replikation oder Authentifizierung gestört ist, hilft im Zweifel auch die beste Hardware nichts mehr.

In der Praxis sehen wir immer wieder typische Muster: Die Auslastung steigt schleichend, der Speicherplatz auf den Systemplatten wird knapp, Eventlogs laufen mit Warnungen voll, DNS-Fehler werden ignoriert, einzelne Replikationspartner melden Rückstände. Funktioniert die Umgebung noch halbwegs, bleibt das oft unbemerkt. Irgendwann genügt dann ein zusätzlicher Auslöser – etwa ein Patchday, eine neue Applikation, ein geänderter GPO-Rollout – und das System kippt.

Statt nur im Nachhinein auf Fehlermeldungen zu reagieren, wollen wir Trends und Abweichungen frühzeitig sehen. Das ist der Kern einer modernen Überwachung: nicht nur „Server pingbar, Dienst läuft“, sondern ein kontinuierlicher Blick auf Gesundheitszustand, Performance, Replikation und Dienstequalität.


Zabbix als zentrale Monitoring-Plattform

Zabbix ist eine Open-Source-Monitoring-Lösung, die sehr gut in gewachsenen Infrastrukturen einsetzbar ist – von kleinen Umgebungen mit wenigen Servern bis hin zu großen, verteilten Installationen mit vielen hundert Hosts. Für uns als IT-Dienstleister bietet Zabbix zwei wesentliche Vorteile: Es ist extrem flexibel, und es lässt sich bis ins Detail automatisieren und mit eigenen Checks erweitern.

Für Domain Controller bedeutet das: Wir kombinieren klassische Kennzahlen wie CPU-Last, RAM-Auslastung, Plattenplatz, Netzwerkperformance und Dienstestatus mit Active-Directory-spezifischen Prüfungen, die wir über Agenten, Skripte und Zabbix-Vorlagen abbilden. Dadurch bekommen wir nicht nur mit, dass ein Server „lebt“, sondern ob er seine Rolle als Domain Controller tatsächlich ordnungsgemäß erfüllt.


Was wir konkret überwachen – mehr als nur „Server up/down“

Ein reines „läuft der Dienst, ja oder nein?“ reicht für Domain Controller nicht aus. Deswegen haben wir eine Reihe von Messwerten und Skripten definiert, die genau auf diese Rolle zugeschnitten sind. Im Hintergrund arbeiten Zabbix-Agenten und ergänzende Skripte, die regelmäßig Kennzahlen abfragen und an den Zabbix-Server melden.

Besonders wichtig ist uns die Replikationsgesundheit. Wir prüfen regelmäßig, ob die AD-Replikation zwischen den Domain Controllern fehlerfrei läuft, ob es Rückstände gibt oder fehlerhafte Verbindungen. Erkennt Zabbix hier Anomalien, erzeugt es frühzeitig Alarme, lange bevor Benutzer es durch Verzögerungen oder Anmeldeprobleme spüren.

Ebenso überwachen wir die DNS-Funktionalität auf den Domain Controllern. Da AD eng mit DNS verzahnt ist, führen Fehler in der Namensauflösung sehr schnell zu weitreichenden Problemen. Zabbix prüft, ob die DNS-Dienste laufen, ob Queries sauber beantwortet werden, ob Forwarder erreichbar sind und ob Fehlermeldungen in den Logdateien zunehmen.

Ein weiterer Schwerpunkt sind Eventlogs und sicherheitsrelevante Ereignisse. Statt Eventlogs nur lokal auf dem Server einzusehen, liest Zabbix definierte Ereignisquellen aus und fasst sie im Monitoring zusammen. Auffällig viele Anmeldefehler, gescheiterte Kerberos-Tickets oder Warnungen des Verzeichnisdienstes sind gute Indikatoren dafür, dass etwas aus dem Ruder läuft – sei es technisch oder sicherheitsseitig.

Um Engpässe gar nicht erst entstehen zu lassen, behalten wir außerdem Performance- und Kapazitätskennzahlen im Blick: CPU-Spitzen, Speicherdruck, wachsende NTDS.dit-Dateien, knappen Plattenplatz auf System- und Log-Volumes oder ungewöhnliche Netzwerkspitzen. Zabbix erlaubt uns, Schwellenwerte zu definieren und Trends zu analysieren, sodass wir absehen können, wann Ressourcen kritisch werden, und rechtzeitig Gegenmaßnahmen planen können.

Abgerundet wird das Ganze durch Checks für Dienste und Rollen, etwa ob alle relevanten Services für AD, DNS, Zeitdienst, SYSVOL-Replikation und weitere Infrastrukturkomponenten laufen und erwartungsgemäß reagieren. So entsteht ein sehr vollständiges Bild des tatsächlichen Zustands eines Domain Controllers.


Ausgefeilte Skripte: Praxiswissen in Code gegossen

Der eigentliche Mehrwert entsteht, weil wir Zabbix nicht „out of the box“ nutzen, sondern durch eigene Skripte und Templates erweitern. Über die Jahre haben wir eine Sammlung von Prüfungen aufgebaut, die typische Stolperfallen in mittelständischen AD-Umgebungen adressieren.

Unsere Skripte lesen zum Beispiel gezielt bestimmte AD-Attribute und Leistungsindikatoren aus, werten Ausgaben von Bordmitteln wie repadmin oder dcdiag aus oder prüfen Konstellationen, die in Standard-Checks nicht sichtbar wären. Daraus erzeugen wir präzise Kennzahlen, die Zabbix sauber verarbeiten kann.

Wichtig ist uns dabei, dass diese Skripte wiederverwendbar und wartbar sind. Sie sind so gebaut, dass sie in unterschiedlichen Kundenumgebungen funktionieren, ohne für jeden Domain Controller manuell angepasst werden zu müssen. Gleichzeitig pflegen wir sie zentral, passen sie an neue Windows-Versionen an und ergänzen sie, wenn sich Bedrohungslagen oder Best Practices ändern.

Durch diese Kombination aus Zabbix-Standardfunktionen und individuellen Checks entsteht ein Monitoring, das nicht nur „Daten sammelt“, sondern wirklich das abbildet, was in der Praxis für die Stabilität eines Active Directory entscheidend ist.


Alarme mit System: Keine Alarmflut, sondern klare Signale

Monitoring lohnt sich nur, wenn die Alarme sinnvoll sind. Zu viele Benachrichtigungen stumpfen ab, zu wenig führen dazu, dass kritische Ereignisse übersehen werden. Deshalb investieren wir viel Arbeit in sinnvolle Schwellwerte, Eskalationslogik und Prioritäten.

Wir unterscheiden zum Beispiel zwischen Warnungen, die auf mittelfristige Probleme hinweisen – etwa langsam zunehmende Replikationsrückstände oder wachsende Eventlog-Mengen – und kritischen Zuständen, bei denen sofort gehandelt werden muss, zum Beispiel ausgefallene Domain Controller, fehlerhafte Kerberos-Dienste oder massive DNS-Ausfälle.

Zabbix erlaubt uns, Alarme zu bündeln, zu unterdrücken, wenn sie Folgeerscheinungen anderer Probleme sind, und abhängig von Uhrzeit, Rolle des Systems oder Kundenvereinbarung an unterschiedliche Empfänger zu schicken. Auf diese Weise landen nicht alle Meldungen beim gleichen Administrator, sondern es gibt klare Zuständigkeiten und Eskalationswege, etwa vom Bereitschaftsteam hin zum Second-Level- oder Projektteam.

Benachrichtigungen erfolgen dabei nicht nur per E-Mail. Je nach Kundenumgebung binden wir auch andere Kanäle ein, etwa SMS-Gateways, Messenger-Dienste oder Ticket-Systeme. Ziel ist, dass kritische Alarme dort ankommen, wo auch tatsächlich reagiert wird.


Monitoring als Teil eines Gesamtkonzepts – nicht als Insellösung

Die Überwachung der Domain Controller mit Zabbix sehen wir nicht als isolierte Insel, sondern als Baustein eines umfassenden Sicherheits- und Stabilitätskonzepts. Ein Alarm allein löst noch kein Problem; wichtig ist, dass er in etablierte Prozesse eingebettet ist.

Darum verknüpfen wir Zabbix-Meldungen mit unseren Serviceprozessen. Wird ein kritischer Zustand erkannt, wird automatisch ein Ticket erzeugt, Prioritäten werden gesetzt, und es gibt klare Reaktionszeiten. Für wiederkehrende Muster existieren Runbooks und Handlungsempfehlungen, die unseren Administratoren helfen, schnell und strukturiert zu agieren.

Gleichzeitig nutzen wir die Monitoring-Daten für Trendanalysen. Wenn wir über Monate sehen, dass eine Umgebung immer wieder an bestimmten Stellen an ihre Grenzen stößt, sprechen wir das aktiv an: Vielleicht ist es Zeit für eine Modernisierung der Domain Controller, eine Überarbeitung der Standorttopologie oder eine grundlegende Bereinigung des Active Directory.

In vielen Compliance- oder Governance-Rahmenwerken – etwa ISO 27001 oder NIS-2-Umsetzungen – ist die kontinuierliche Überwachung kritischer Systeme ausdrücklich gefordert. Mit einem strukturierten Zabbix-Monitoring der Domain Controller können wir Ihnen helfen, diese Anforderungen nicht nur auf dem Papier, sondern in der Technik nachzuweisen.


Wie ein Zabbix-Monitoringprojekt für Domain Controller mit uns abläuft

Wenn wir bei einem Kunden Zabbix für Domain Controller einsetzen oder eine bestehende Überwachung übernehmen, starten wir in der Regel mit einer Bestandsaufnahme. Wir schauen uns an, wie viele Domänen und Standorte es gibt, welche Windows-Versionen im Einsatz sind, wie die aktuelle Monitoring-Landschaft aussieht und welche Anforderungen – zum Beispiel an Verfügbarkeit, Reaktionszeiten oder Compliance – bestehen.

Anschließend entwerfen wir ein passendes Monitoring-Konzept: Welche Domain Controller sollen zentral überwacht werden, welche Checks sind sinnvoll, welche Skripte setzen wir ein, wie werden Benachrichtigungen und Eskalationen gestaltet, wie binden wir bestehende Systeme wie Ticketsysteme oder Log-Plattformen ein?

Im nächsten Schritt erfolgt die Implementierung. Wir richten die Zabbix-Agenten ein, spielen unsere Templates und Skripte auf, testen die Konnektivität und verifizieren, dass alle relevanten Kennzahlen korrekt erfasst werden. Dabei achten wir darauf, den laufenden Betrieb nicht zu stören.

Sind alle Datenquellen aktiv, folgt eine Feinjustierung. Häufig zeigen die ersten Tage der Überwachung, wo Schwellenwerte angepasst, Alarme zusammengefasst oder zusätzliche Checks ergänzt werden sollten. Diese Phase ist wichtig, um zu vermeiden, dass die tägliche Arbeit durch unnötige Meldungen belastet wird.

Zum Abschluss dokumentieren wir das Setup, erläutern die Dashboards und Alarme und stimmen gemeinsam mit Ihnen ab, wie das Monitoring in den laufenden Betrieb integriert wird. Auf Wunsch übernehmen wir den Betrieb von Zabbix vollständig als Managed Service und kümmern uns auch langfristig um Pflege, Updates und Erweiterungen.


Fazit: Besser sehen, bevor es weh tut

Domain Controller sind ohne Frage kritische Systeme. Sie stabil zu betreiben, erfordert mehr als gelegentliche Blicke in die Eventlogs. Mit Zabbix und unseren speziell entwickelten Skripten können wir den Gesundheitszustand Ihrer Domain Controller laufend, detailliert und nachvollziehbar überwachen.

Der Nutzen ist klar: Wir erkennen aufkommende Störungen frühzeitig, reduzieren Ausfallzeiten, schaffen Transparenz über die tatsächliche Belastung der Systeme und liefern gleichzeitig wertvolle Daten für Kapazitätsplanung, Security-Bewertung und Compliance-Nachweise.

Wenn Sie wissen möchten, wie gut Ihre Domain Controller heute überwacht sind, welche zusätzlichen Einblicke ein professionelles Zabbix-Monitoring ermöglichen kann und wie sich das Ganze sinnvoll in Ihre bestehende IT-Landschaft integrieren lässt, sprechen Sie uns gerne an. Als anyWARE AG begleiten wir Sie von der ersten Analyse über die Implementierung bis hin zum laufenden Betrieb – damit Ihr Active Directory stabil, sicher und jederzeit im Blick bleibt.